| Hier gehts zur Hauptseite Dachbeschichtung |
| 15 Tipps für Ihre Dachbeschichtung |
| Verehrte Besucher, wenn Ihnen unsere Seite gefällt, würden wir uns freuen, wenn Sie einen Link zu uns stzen. Vorbereitete Vorschläge finden Sie hier, Sie dürfen diese Vorschläge gerne anpassen. Auch über Links zu unseren wichtigen Unter- und Informationsseiten freuen wir uns natürlich sehr. |
Häufig gestellte Fragen zur Dachfarbe, Dachreinigung, Dachbeschichtung und Dachsanierung.Verehrte Besucher, es freut uns, dass Sie diese Seite gefunden haben. Der Markt der nachträglichen Dachreinigung und Dachbeschichtung wächst stetig und im Laufe der Jahre wurden von Kunden natürlich eine Vielzahl von Fragen an uns herangetragen. Viele davon sind sicher von allgemeinem Interesse und deswegen haben wir im Folgenden eine Auswahl von ihnen zusammengestellt. Deren Antworten stellen ausschließlich unsere Meinung dar. Wir hoffen, Sie finden Auch die passenden Antworten auf Ihre Fragen zur Dachreinigung und Dachbeschichtung, Wenn nicht, kein Problem. Rufen Sie uns einfach unter 06306 - 99 30 88 an. Unser Team freut sich auf Ihren Anruf.Nachstehende Fragen sind wie folgt gegliedert: Abschnitt 1: Fragen zur Dachfarbe. Abschnitt 2: Fragen zur Dachreinigung. Abschnitt 3: Fragen zur Dachbeschichtung. Abschnitt 4: Allgemeine und technische Fragen zur Dachsanierung 1. Fragen zur Dachfarbe.Hier finden Sie eine Auswahl von Fragen und Antworten zum Themenbereich Dachfarbe. Dachfarben müssen besonderen Anforderungen genügen, ist das Dach doch das ganze Jahr über der Witterung in besonderem Maße ausgesetzt.Gibt es Qualitätsunterschiede bei Dachfarben?Selbstverständlich, sehr große sogar. Die Qualität einer Dachfarbe bemisst sich aber nicht allein an Bindemittelart und -menge, auch die verwendeten Farbpigmente sind von großer Bedeutung. Vom ganzen Haus bekommt das Dach am meisten Sonne ab und organische Farbpigmente werden schon nach kurzer Zeit vom Sonnenlicht angegriffen und bleichen aus. Bei einer preiswerten Dachfarbe ist dieser Effekt oft schon nach ein bis zwei Jahren deutlich sichtbar. Oxydpigmente werden dahingegen nicht vom Sonnenlicht abgebaut, sind aber im Verhältnis deutlich teurer.Ebenfalls eine Rolle spielen die verwendeten Additive und deren Verträglichkeit untereinander sowie mit dem Bindemittel an sich. Von allem das Beste und das Teuerste in eine Farbe hinein zu tun, bedeutet nicht automatisch, dass eine gute Dachfarbe dabei herauskommt. Das Gegenteil kann der Fall sein, wenn sich Bestandteile innerhalb der Farbe nicht vertragen. Was ein gute Farben vielmehr auszeichnet, ist die Ausgewogenheit der Rezeptur und damit die Verträglichkeit der Komponenten untereinander. Das gilt selbstverständlich für alle Farben, nicht nur für Dachfarben.Woran erkenne ich eine gute Dachfarbe?Die Frage ist nicht so leicht zu beantworten, es gibt derzeit noch immer keine vergleichenden Prüfverfahren die speziell auf Dachfarben abgestimmt sind. Letztlich gelten im Prinzip dieselben Prüfnormen wie für eine Fassadenfarbe. Im Gegensatz zur Fassade bekommt das Dach aber ungleich viel mehr Regen, Schnee, Hagel oder Sonne ab. Aus diesem Grund setzen viele Hersteller auf alternative Prüfmethoden. Im Prinzip prüft alsofast jeder nach anderen Grundlagen. Ein einigermaßen zuverlässiger Indikator für die Qualität einer Dachfarbe ist aber der Preis. Je billiger sie ist, desto weniger kann eigentlich drin sein.Woraus besteht eine Dachfarbe?Hier setzt jeder Hersteller auf seine Rezepturen. Vereinfacht gesagt besteht eine Dachfarbe aus Bindemittel, Wasser, Farbpigmenten, Füllstoffen sowie den verschiedensten Hilfsstoffen wie zum Beispiel Filmbildehilfsstoffe, Tixotropisierungsmittel, Trocknungsbeschleuniger, Glanzverstärker oder -minderer und vielem mehr. In einer Dachfarbe können so leicht bis zu 20 verschiedene und mehr einzelne chemische Substanzen enthalten sein.Welche Dachfarbe ist die Beste?Hier eine verbindliche Aussage zu treffen ist kaum möglich und zudem rechtlich mindestens grenzwertig. Jede Dachfarbe beruht auf einer anderen Rezeptur und erst die Summe der Eigenschaften macht eine gute Dachfarbe oder eine schlechte. Generell ist zu sagen, die großen bekannten Hersteller sind permanent bemüht die Qualität ihrer Produkte immer weiter zu verbessern. Die Technik bleibt nicht stehen. Aber auch kleine Hersteller können gute Produkte entwickeln. Da sie jedoch bei Ihren Zulieferern meist nur kleinere Mengen abnehmen können, sind ihre Einkaufspreise nicht selten deutlich höher und dies wirkt sich dann natürlich im Preis aus. Orientiert sich ein kleiner Hersteller eher an Richtrezepturen der großen Bindemittellieferanten, kann der Schuss schon einmal schnell nach hinten los gehen. Ein anderes, vielleicht preiswerteres Additiv hinzugefügt, oder die Pigmentierung leicht verändert, die Folgen auf dem Dachz sieht man erst nach 1 - 2 Jahren. Auch eine ISO Zertifizierung eines Farbherstellers ist in unseren Augen kein zuverlässiger Indikator für eine hinreichend gute Qualität des Farbe. Ein zertifizierter Produktionsprosess bedeutet nicht automatisch, dass die Rezepturen ebenfalls zertifiziert sind.Was kosten Dachfarben?Es kommt auf die Marke und natürlich auf die Rohstoffe und deren Qualität an. Einfache Beschichtungsstoffe gibt es schon netto ab ca. € 1,50/l frei Haus und das Mittel der Dachfarben bewegt sich zwischen € 7,00 und € 11,00 je Liter. Es gibt aber auch Ausreißer mit Preisen über € 20,00 je Liter und mehr, hier handelt es sich dann aber überwiegend um Spezial- oder Effektfarben. Es ist letztlich ähnlich wie bei Wandfarben aus dem Baumarkt. Vergleichen sie die billigste Farbe mit einer aus dem oberen Mittelfeld. Sie werden den Unterschied schnell merken und erst recht nach 1 - 2 Jahren, wenn die billige vielleicht schon anfängt zu vergilben oder zu vergrauen.Wie steht es um die Farbechtheit einer Dachfarbe?Jeder Farbton wird über so genannte Farbpigmente erzeugt. Zu unterscheiden sind hier grundsätzlich Oxydpigmente und organische Pigmente. Organische Pigmente decken zwar viel besser und deshalb braucht ein Farbhersteller deutlich weniger, sie sind aber anfällig gegenüber UV-Strahlung und werden von dieser mehr oder weniger schnell zersetzt. Dahingegen sind Oxydpigmente lichtecht. Das bedeutet, sie werden nicht durch ultraviolette Strahlung zerstört. Ein Hersteller ist nicht verpflichtet anzugeben, mit welchen Farbpigmenten seine Dachfarbe hergestellt wurde. Organische Pigmente haben ihren Platz eher in preiswerteren Produkten, bis hin zur unteren Mittelklasse. Darüber hinaus gibt es aber noch viele weitere Faktoren, die die Farbechtheit einer Dachfarbe beeinflussen können.Was taugt eine Dachfarbe aus dem Baumarkt?Baumärkte führen in der Regel keine Produkte die für Fachhändler oder Fachverarbeiter bestimmt sind, die Preis- und Qualitätsunterschiede können enorm sein. Die Dachbeschichtung gehört nun einmal in die Hände eines Fachbetriebes, der Heimwerker ist schon allein mit der Sicherheits- und Reinigungstechnik überfordert. Das Ergebnis ist dann meist auch entsprechend.Warum sind die meisten Dachfarben lösemittelfrei?Der Gesetzgeber verschärft laufend die Auflagen hinsichtlich des Umweltschutzes. und organische Lösemittel sind nun einmal sehr gefährlich. Nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die Menschen. Wenn diese Lösemittel aus der Dachfarbe entweichen sind bedeutet das nicht, dass sie einfach weg oder gar ungefährlich sind. Sie verbleiben lange Zeit in der Luft und ein Teil wird durch den Regen auch in den Boden eingetragen und kann so großen Schaden anrichten. Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass Rückstände oder Abbauprodukte in unsere Nahrungskette gelangen können. Keine angenehme Vorstellung. Die Hersteller von Dachfarben setzen also gesetzliche Auflagen um.Sieht eine hochwertige Dachfarbe besser aus?Es kommt letztlich auf den Dachbeschichter an und darauf, ob er was von seinem Fach versteht. Ein sehr guter Kollege erreicht auch mit einer mittelmäßigen Dachfarbe ein gutes bis sehr gutes optisches Ergebnis und ein "Schlamper" verhunzt Ihnen auch die beste Farbe. Suchen Sie sich daher ihren Fachbetrieb besonders gut aus.Erkennt man die Qualität einer Dachfarbe am Glanzgrad?Nein! Der Glanzgrad kann mir einfachen Additiven je nach vorherrschendem Modetrend sowohl verstärkt, als auch herabgesetzt werden. Eine glänzende oder hoch glänzende Dachfarbe bedeutet nicht automatisch bessere Qualität. Auch baut sich der Glanzgrad von Dachfarben mehr oder weniger schnell ab. Zum einensorgen Regen, Hagel und Luftstaub für feine Kratzer auf der Oberfläche, zum anderen trüben sich Bindemittel durch UV-Einwirkung im Laufe der Zeit mehr oder weniger stark ein. Bei Beschichtungsstoffen am unteren Ende der Preisskala wird dieser Effekt oft schon nach 6 - 12 Monaten deutlich sichtbar. Nach momentanem Stand dter Technik ist ist aber auch bei sehr hochwertigen Dachfarben nach zwei bis vier Jahren ein allmählicher Abbau des Glanzgrades zu erwarten und daher auch nicht zu beanstanden.Ist ein Reinacrylat besser als ein Stryrolacrylat?Beide Bindemittelarten haben Vorteile, aber auch Nachteile. Es ist richtig, der momentane Trend lässt eher darauf schließen, dass viele der großen Farbhersteller in Zukunft vielleicht verstärkt auf Reinacrylat setzen. Es behält länger den Glanz und es gibt keine UV-anfällige Acryl/Styrolbindung. Dafür nimmt ein Styrolacrylat aber auf Grund seiner chemischen Beschaffenheit viel weniger Wasser auf. Da aber eine möglichst geringe Wasseraufnahme eines Beschichtungsstoffes von großer Bedeutung für die Lebensdauer einer Dachbeschichtung ist, haben einige Farbhersteller mit ihren Dachfarben auf der Basis Reinacrylat doch Probleme. Bei den großen Herstellern kann man aber ziemlich Sicher sein, dass sie dies durch geeignete Additive im Griff haben.Muss eine Dachfarbe diffusionsoffen sein?Für Ziegel auf jeden Fall. Je diffudsonsoffener desto besser, wir empfehlen einen Wert kleiner als 1,5 m. Ein Ziegel kann Wasser aufnehmen, auch Kondenswasser das sich nachts oder an kühlen Tagen an der Rückseite sammelt. Dies kann auch bei hinterlüfteten Dächern der Fall sein. Ist die Dachfarbe nicht diffusionsoffen genug oder wurde zu viel aufgetragen, kann das zu Ablösungen oder Blasenbildungen führen. Auch wenn von Dachbeschichtern immer wieder anderes behauptet wird, eine Dachbeschichtung kann sehr wohl die keramischen Eigenschaften eines Ziegels beeinflussen, auch negativ.Etwas anders verhält es sich bei Dachsteinen. Ein Dachstein aus Beton nimmt nimmt maximal vier Gewichtsprozent an Wasser in sich auf, mehr nicht, auch nicht bei Regen. Durch die sehr raue Struktur der Oberfläche entsteht eine exzellente Haftung. Hier ist die wichtigste Stelle bei der die Diffusionsoffenheit einer Dachfarbe eine Rolle spielt, die Trennlinie zwischen neuer, nachträglicher Dachbeschichtung und den noch intakten, weil dauerhaft überdeckten werksseitigen Altbeschichtung. An dieser Stelle, an der intakte Altbeschichtung und die neue Dachbeschichtung zusammenstoßen kann es eine hauchfeine Trennlinie geben, die bei lang anhaltendem Regen feucht werden kann. Theoretisch könnte dort die Dachbeschichtung auf einer Strecke von ca. 0, 1 mm bis 0, 2 mm von Feuchtigkeit unterwandert werden. Dies wiederum könnte im Verlauf von einigen Jahren zu bedingten Ablösungen führen. Hier gibt es aber durchaus unterschiedliche Auffassungen der Bauphysiker. Wir selbst gehen hier auf Nummer Sicher und verwenden ausschließlich hoch diffusionsoffene Farben. Was halten Sie von einer PU Hochglanzbeschichtung?Zum jetzigen Zeitpunkt halten wir Polyurethane als Bindemittel für Dachfarben noch nicht für ausgereift genug. Das ist zwar lediglich unsere persönliche Meinung dar, uns ist zum jetzigen Zeitpunkt aber keine Rezeptur bekannt, die einen Floridatest länger als vier bis fünf Jahre überlebt hätte. auch kennen wir derzeit derzeit keinen großen, namhaften Hersteller von Dachfarben, der ein marktreifes Produkt sein Eigen nennt. Von einigen wenigen wissen wir aber, dass sie im Entwicklungsstadium sind. Angeboten werden sie eher von weniger als einer Handvoll kleineren Farbenherstellern. Es ist aber zu bezweifeln dass sie sich die enormen Forschungs- und Entwicklungskosten leisten können, die mit neuen Rezepturen verbunden sind. Eher erwarten wir, dass sie sich an so genannten Richtrezepturen der Bindemittelhersteller orientieren. Eine nicht immer sehr sichere Sache.Sind Dachfarben gesundheitsgefährlich?Viele Dachfarben enthalten so genannte Biozide. Das sind giftige Substanzen, die den Neubewuchs von Algen und Moos verhindern oder deutlich hemmen sollen. In der Regel darf nach der Verwendung solcher Dachfarben das vom Dach ablaufende Wasser für ein bis zwei Jahre nicht für Gießzwecke verwendet werden, weil es giftige Rückstände enthalten kann. Es gibt auch biozidfreie Dachfarben bei denen diese Wartezeit entfällt. Hier muss allerdings die Qualität des Bindemittels und der handwerklichen Ausführung besonders gut sein, dass Moos und Algen keine haftfähige Unterlage bekommen. Im Zuge der Klimaerwärmung wird allerdings in den letzten zwei Jahren beobachtet, dass biozidfreie Dachfarben momentan möglicherweise an der Grenze des technisch machbaren angelangt sein könnten. Es ist aber derzeit noch ungeklärt ob der sich in einigen Regionen bildende leichte Grünschleier an den Ziegelköpfen auf aggressives Algenwachstum, verursacht durch zunehmende Jahresdurchschnittstemperaturen, oder auf handwerkliche Unzulänglichkeiten einiger Fachbetriebe zurück zu führen ist. Aus grundsätzlichen Erwägungen heraus raten wir aber derzeit vor einem vorschnellen Einsatz von Bioziden ab.Sind die Farbtöne untereinander mischbar?Soweit es sich um Dachfarben desselben Herstellers und um den gleichen Handelsnamen handelt, in der Regel ja, näheres hierzu steht aber immer im technischen Merkblatt des Herstellers. Dachfarben verschiedener Hersteller sollten auf keinen Fall miteinander gemischt werden.Man hat mir erzählt, Dachfarben sind heutzutage so ungiftig, dass man sie fast trinken kann, ist das so?Versuchen sie es nicht einmal und stecken Sie das bitte in die Schublade für Ammenmärchen. Viele Dachfarben enthalten Biozide und eine Kennzeichnung Lösemittelfrei bedeutet nicht, dass keine Lösemittel enthalten sind, sondern lediglich, dass ein gesetzlich vorgeschriebener Grenzwert nicht überschritten wird. Des Weiteren sind im Produkt so genannte Topfkonservierer enthalten, die eine Besiedelung mit Schimmel oder Bakterien und damit das Faulen der Farbe verhindern sollen. Auch die in Wasser gelösten Bindemittel müssen beim Verschlucken mindestens als Gesundheitsgefährdend eingestuft werden. Eine Farbe erreicht ihre Eigenschaften erst, nachdem sie vollständig durchgetrocknet ist.Nanotechnik in einer Dachfarbe, was bringt das?Auch dieser Aspekt ist unserem Erachten nach unklar. Zweifellos wird der Markt der funktionalen Farben in den nächsten Jahren deutlich wachsen, die Folgen und gerade die Auswirkungen auf unsere Gesundheit halten wir für nicht hinreichend erforscht. Genau aus diesem Grunde hat sich Anfang 2008 zum Beispiel die Kosmetikindustrie dazu entschlossen, zum Transport von Wirkstoffen unter die Haut nur noch Partikel einzusetzen, die nicht reaktiv und biologisch abbaubar sind. Das hat folgenden Hintergrund, im Verhältnis zum Volumen haben Nanopartikel eine extrem vergrößerte Oberfläche. Dadurch werden sie hochgradig reaktiv und manche Elemente und Verbindungen gewinnen völlig neue Eigenschaften. Kohlenstoff wird auf einmal elektrisch leitend, Titandioxyd wirkt in Verbindung mit UV-Einstrahlung photokatalytisch und es entstehen freie Radikale und nanoskaliges Silber wirkt von Natur aus keimtötend. Diese Liste könnte fast beliebig weitergeführt werden. Momentan versetzt ein Hersteller seine Dachfarbe mit Nanopartikeln aus Silber. Seinen Werbeaussagen zufolge soll dadurch Grünbelag dauerhaft verhindert werden. Unserer Auffassung nach ist diese Behauptung unbewiesen, zumindewst für Anwendungen im Außenbereich. Es ist bekannt, dass sich Mikroorganismen im Außenbereich einschleimen können um anschließend auf ihrer Schleimunterlage fröhlich zu wachsen. Höhere Organismen haben diese Fähigkeit aber nicht. Da eine Dachbeschichtung durch Hagel, Sonneneinstrahlung und Regen aber auch immer einem gewissen Abrieb unterworfen ist, gelangen diese Nanoteilchen aber unkontrolliert in die Umwelt. Was sie dort anrichten können ist nicht hinreichend geklärt, viele Fachleute sehen aber begründeten Anlass zur Sorge.Was halten Sie von selbstreinigenden Dachfarben?Nichts, es gibt diesen Selbstreinigungseffekt zwar für Fassadenfarben, auf dem Dach wäre er aber binnen weniger Monate durch Regen und Hagel zerstört. Hier handelt es sich um keinen Nanoeffekt wie er durch Nanocoatings erreichbar ist, dafür sind die Schichtstärken bei Farben zu hoch, sondern um oberflächliche Ablagerungen hochfein dispergierter Siliconharze. Und diese haben eine zu weiche Konsistenz um dauerhaft gegen Schlagregen oder gar Hagel beständig zu sein. Wenn Ihnen jemand so etwas angeboten hat, lassen Sie es sich vom Hersteller schriftlich garantieren, dass es auch bei einer Dachbeschichtung funktioniert.Was ist eine Dachimprägnierung?Hier sind zwei dünnschichtige Verfahren zu unterscheiden.Bei dem ersten wird nach der Reinigung des Daches ein transparentes Siloxan oder Siliconharz aufgesprüht. Es soll verhindern das Wasser mit der Oberfläche in Kontakt kommt. Es perlt anschließend besser ab. Der Nachteil hierbei ist, dass dieser Effekt meist nur von kurzer Dauer ist. Nach 1 - 2 Jahren haben sich die meisten Mittel schon wieder zersetzt. Bei dem zweiten Verfahren, dem Nanocoating, handelt es sich im Grunde genommen eigentlich um eine ultradünne Beschichtung. Nanopartikel werden chemisch an die Unterlage gebunden und sollen für eine Abstoßung von Wasser und auch Sporen von Moosen. Algen und Flechten sorgen. Wie gesagt, diese Art der Dachimprägnierung ist ultradünn. So bewerten wir auch deren Beständigkeit gegen Hagel oder Schlagregen. Die anfänglichen Effekte sind durchaus beeindruckend aber uns ist nicht ein einziger Nachweis einer Langzeitbeständigkeit bekannt. Wir werden diese Mittel erst einsetzen, wenn uns sie Hersteller neutrale Prüfberichte über die Langzeiteigenschaften vorlegen können. Trotz gegenteiliger Versprechungen einiger Hersteller warten wir schon sehr, sehr lange. 2. Fragen zur DachreinigungOhne gründliche Untergrundvorbereitung, sprich Dachreinigung, ist auch die beste Beschichtung des Daches nur von kurzer Haltbarkeit. Im Folgenden finden Sie die Fragen, die uns am H äufigsten zum Thema Reinigung des Daches gestellt werden.Kann eine Dachreinigung die Oberfläche meiner Ziegel beschädigen?Nein, die Reinigung des Daches sollte mit einem Druck zwischen 240 bar und 300 bar erfolgen. Das reicht nicht aus um den Dachwerkstoff zu beschädigen. Treten trotzdem Erscheinungen wie zum Beispiel Ringfräsungen auf, sollte man die Reinigung des Daches vorübergehend einstellen. Meist ist es ein sicheres Zeichen dafür, dass sich der Untergrund nicht mehr für eine Beschichtung eignet.Können Sie eine Dachreinigung mit Heißwasser empfehlen?Ein Heißwasserhochdruckreiniger macht erst einmal Eindruck. Allerdings ist die Leistung bei den meisten Herstellern auf eine Temperatrur von 60° Cund einen Druck von 160 bar begrenzt, was einen Verlust an Spülwirkung bedeutet. Ob er die Sporen von Algen und Moosen durch Hitze so wie oft behauptet auch zuverlässig abtötet, ist nicht eindeutig bewiesen. Auf dem Dach herrschen im Sommer oft Temperaturen von über 70° C, ohne das der Grünbelag dadurch Schaden nimmt. Aus diesem Grunde bevorzugen wir zur Dachreinigung Kaltwassergeräte ab 240 bar.Sind besandete Dachsteine schwerer zu reinigen?Je nach Alter und Zustand dauert eine Reinigung des Daches ca. 30% bis 50% länger.Meine Wellplatten sind 33 Jahre alt, welche Dachreinigung können Sie mir empfehlen?Keine, das Material ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit asbesthaltig. Zwar erlaubt die TRGS 519 unter bestimmten Umständen eine Reinigung eines asbesthaltigen Dachwerkstoffes mit drucklosem Wasser und weichem Schwamm (Achtung: die Dachreinigung mit Hochdruck oder ähnlichem ist streng verboten.), es bedarf hierfür aber einer Genehmigung der Behörden. Diese wird in vielen Regionen aber kaum noch erteilt. Zudem kann der Bewuchs bei dem nach TRGS 519 erlaubten Reinigungsverfahren nicht vollständig beseitigt werden. Es verbleiben Reste die nicht nur einen großzügigen Einsatz von Bioziden erforderlich werden lassen, sondern auch unter der späteren Dachbeschichtung sichtbar bleiben. Das sieht unschön aus. Unserer Meinung nach gehören asbesthaltige Dachwerkstoffe gewechselt. Eine Neueindeckung des Daches mit neuen Wellplatten oder Trapezblechen kostet nur wenig mehr und ist viel umweltverträglicher. Wir lehnen Reinigungsarbeiten an asbesthaltigen Wellplatten generell ab.Stimmt es, dass bei einer Dachreinigung mit Hochdruck Schmutz unter die Überdeckungen gespült wird?In der Tat ist das ein Kernargument vieler Gegner der Dachbeschichtung. Machen Sie hier bitte einen einfachen Selbstversuch und nehmen einen Ziegel oder einen Dachstein hoch, der länger als 25 Jahre auf dem Dach liegt. Der Wind hat so viel Substrat unter die Überdeckungen und in die Falze getragen, dass einem Himmelangst werden würde wenn man nicht wüsste, dass es ungefährlich ist. Wenn ein falscher Reinigungswinkel gewählt wird, ist es nicht ausgeschlossen, dass im Zuge der Reinigung des Daches ein gewisser zusätzlicher Eintrag erfolgen kann. Wir bezweifeln an dieser Stelle aber ausdrücklich, dass damit negative Effekte verbunden sind. Wird der Reinigungswinkel richtig gewählt, ist ein störender zusätzlicher Substrateintrag aus unserer Sicht nahezu ausgeschlossen. Um ganz sicher zu gehen sollten Sie Ihren Fachbetrieb sorgfältig auswählen.Kann bei der Reinigung meines Daches die Dachisolierung feucht werden?Genau zu diesem Problem erhalten wir viele Anrufe, und Aufträge Gutachten zu erstellen. In jedem einzelnen Fall mussten wir mangelhafte Kenntnisse des Unternehmers feststellen. Ein weiterer Grund, sich seinen Fachbetrieb sehr sorgfältig auszuwählen. Das gesamte Dach ist vor dem Beginn der Reinigung zu begehen. Dabei sind Anschlüsse und Verwahrungen zu überprüfen, beschädigte Dachpfannen auszutauschen und auch die Eindeckrahmen der Dachflächenfenster zu kontrollieren. Insbesondere hier setzt sich gerne Moos fest, was zu einem Stau des Reinigungswassers führen kann. Die Dachbegehung erst im Anschluss an die Dachreinigung durchzuführen ist Unsinn. Häufig wird auch ein viel zu flacher Reinigungswinkel gewählt. Da reichen auch schon 50 bar Druck um die Dachisolierung unter Wasser zu setzen.Entstehen bei einer Dachreinigung Schäden?Erfahrungsgemäß nicht.Kann der Dachstuhl schimmeln, wenn bei einer Reinigung des Daches Wasser eintritt?Zunächst einmal sollte kein Wasser eintreten und wenn, dann auf wenige Tröpfchen beschränkt bleiben. Macht ein Dachbeschichter aber bei der Reinigung eines Daches einen groben Fehler und es tritt viel Wasser ein, hat er dann ein Problem, wenn eine faserige Dachdämmung vorhanden ist und die Unterspannung fehlt oder defekt ist. Die betroffenen Bereiche kann man nämlich wegwerfen, weil der Dämmstoff in sich zusammensinkt und dadurch unwirksam wird. Aber auch das führt in der Regel nicht zur Bildung von Schimmel, das Dach heizt sich bei Sonne viel zu sehr auf und das führt zum raschen Austrocknen. Bildet sich Schimmel am Dachgebälk liegt meist ein Mangel am Dachbau vor oder es ist eine Dachpfanne defekt oder verrutscht und Regenwasser kann über längere Zeit eindringen. Handelt es sich um einen Mangel im Dachbau, ist dieser zu beseitigen und das bedeutet oft genug Dachsanierung durch Neueindeckung und nicht durch Beschichtung.Kann durch die Reinigung meines Daches das Fallrohr verstopft werden?Eigentlich nur theoretisch. Fast alles was abgereinigt wird, sedimentiert in der Regenrinne und diese muss anschließend natürlich gründlich gesäubert werden. In der Regel gelangt nur sehr feines Substrat in das Fallrohr. Im Zweifellsfall sollte das Fallrohr aber unten ausgehängt werden, da nicht auszuschließen ist, dass es im Laufe der Jahrzehnte im Grundrohr zu Einwurzelungen gekommen ist. Und dann könnte sich schon eine Verstopfung bilden.Was geschieht mit den Reinigungsresten?Ist das Substrat ausreichend abgetropft, kann es eigentlich gut kompostiert werden. Zu beachten sind aber in jedem Fall die örtlichen Vorschriften und drüber hinaus die Besonderheiten des Daches. Reinigungsreste die noch Anteile einer ehemaligen werksseitigen Beschichtung enthalten, gehören über den Fachbetrieb entsorgt. In einigen Fällen ist auch eine Entsorgung über den Restmüll zulässig.Kann man ein Dach auch reinigen ohne es nachher zu beschichten?Zwar verkraftet ein Dachstein auch eine Dachreinigung mit Hochdruck ohne gleich Schaden zu nehmen, aber bei Ziegeln kann das je nach Typ schon anders aussehen. Zudem wird die Dachoberfläche durch Hochdruckreinigen angeraut, was dazu führen kann dass der Grünbelag umso besser anhaften kann. Das Problem ist also nicht nachhaltig gelöst. In diesem Fall empfehlen wir lediglich das Moos abzusammeln oder abzufegen.Kann ich das Moos auf meinem Dach auch chemisch entfernen?Vorsicht, das funktioniert nur mit Umweltgiften. Mit dem nächsten Regen werden diese Substanzen abgespült und gelangen so in Bäche und Flüsse oder in das Klärwerk. Beides führt oft zu schweren Schäden. Wir lehnen chemische Dachreinigungen ab. Nebenbei ist der Einsatz dieser Mittel fast überall verboten.Sollten dem Wasser Reinigungsmittel hinzu gegeben werden?Das belastet die Umwelt und bringt keinen entscheidenden Vorteil. Wenn Druck und Spülleistung des Hochdruckreinigers stimmen können Sie bei Ihrer Dachreinigung getrost auf Reinigungsmittel verzichten.Entsteht viel Dreck bei einer Dachreinigung?Es kommt darauf an wie verschmutzt das Dach ist. Bei starker Verschmutzung findet sich anschließend nur ein Teil in der Regenrinne wieder, der Rest verteilt sich leider auf Hof, Garten und Terrasse und muss anschließend vom Fachbetrieb gründlich entfernt werden. Das gehört einfach zu jeder Dachreinigung dazu.Können sich bei einer Reinigung des Daches auch Mörtelteile vom First lösen?Das sollte auf gar keinen Fall passieren, es kann zu schweren Personen- oder Sachschäden führen. Wenn es doch geschieht, wäre es ein Zeichen dafür, dass die vorhergehende Dachinspektion unterlassen oder schlampig durchgeführt wurde. Lose Mörtelstücke müssen immer vor einer Dachreinigung abgesammelt werden. Und ob etwas lose ist oder nicht muss im Zweifelsfall durch eine Klopfprobe bestimmt werden. Grundsätzlich hat der Fachbetrieb zu gewährleisten, dass von einer Dachreinigung keinerlei Gefahren ausgehen.Können bei einer Dachreinigung Anschlüsse beschädigt werden?In der Regel nicht. Wie schon erwähnt halten wir vor der Dachreinigung eine gründliche Inspektion für zwingend notwendig. Mögliche Schwachstellen werden dabei besonders gründlich unter die Lupe genommen. Dies nicht zu tun, würde in unseren Augen den Erfolg der Reinigung eines Daches gefährden.3. Fragen zur DachbeschichtungAuch wenn mittlerweile über 30 Jahre alt, immer wieder werden uns spezielle Fragen gestellt, die wir Ihnen nachstehend nach bestem Wissen und Gewissen beantworten.Was genau ist eine Dachbeschichtung?Definition Dachbeschichtung: Nachträgliche Reinigung und Beschichtung der sichtbaren und bewitterten Dachhaut.Verlängert eine Dachbeschichtung die Lebensdauer meiner Dachpfannen?Eigentlich nicht. Die meisten Dachwerkstoffe haben eine sehr lange Lebensdauer. Für Dachsteine (Betonpfannen) nennen Hersteller zum Beispiel eine Lebensdauer von 80 und mehr Jahren, bei Ziegeln ist diese allerdings sehr stark abhängig von der Zusammensetzung des Ausgangsmaterials, des Brennverfahrens und den Bedingungen vor Ort. Unter hohen Bäumen kann die Lebensdauer eines Ziegels schon eingeschränkt sein. Vierzig bis fünfzig Jahre sollten aber als Minimum erwartet werden dürfen. Unter günstigen Voraussetzungen und einem erstklassigen Ausgangsmaterial kann die Lebensdauer von Ziegeln auch deutlich über 120 Jahre betragen. Angesichts dieser Werte ist die Frage ob eine Dachbeschichtung die Lebensdauer von Dachpfannen verlängern kann eher theoretischer Natur und eigentlich für niemanden von wirklicher Bedeutung. Einige Grenzdebile beschäftigen sich damit aber sehr intensiv.Sollte vor einer Beschichtung das Dach grundiert werden?Es kommt letztlich auf die Verhältnisse vor Ort an und die Verarbeitungsvorschriften des Herstellers. Des Weiteren kommt es darauf an, ob Ihr Dach mit Ziegeln eingedeckt ist, oder mit Dachsteinen. Für engobierte und glasierte Ziegel benötigen Sie immer eine geeignete Haftvermittlung. Für rote Ziegeln auch, die funktioniert meist aber nach anderen Prinzipien. Dachsteine hingegen saugen nach der Reinigung meist sehr stark und vor allen Dingen auch meist sehr unterschiedlich. Um dieses unterschiedliche Saugverhalten auszugleichen ist aus unserer Sicht eine egalisierende Grundierung erforderlich, gleichwohl sie aber nicht von allen Herstellern vorgeschrieben ist. Ohne Grundierung sieht eine Dachbeschichtung auf Dachsteinen schnell inhomogen aus, was zwar nach gültiger Definition nicht unbedingt einen Mangel darstellen muss, aber nicht schön aussieht. Als sehr gute Art der Grundierung von Betonpfannen hat sich das von uns entwickelte und von einigen Farbherstellern auch empfohlenen Flutverfahren erwiesen. Dieses erfordert aber nicht nur bestimmte materialtechnische Voraussetzungen, sondern auch eine besondere Ausbildung der Mitarbeiter hinsichtlich der vergleichsweise komplizierten Applikationstechnik. Das Flutverfahren wird daher nur von sehr wenigen Betrieben sicher beherrscht und angewendet.Verhindern Dachbeschichtungen die Wasseraufnahme von Dachpfannen?Das steht zwar überall im Internet zu lesen, ist aber trotzdem grundlegend falsch. Bei einer relativen Luftfeuchte von 80 % (Ausgleichsfeuchte) hat ein Dachstein einen Feuchtegehalt von 3 - 4 Masse-%. Sein Wasseraufnahmekoeffizient (W = kg/m2h0,5) beträgt 0,1. Diese Feuchtigkeit kann er aber von beiden Seiten aufnehmen. Eine nachträgliche Dachbeschichtung liegt aber nur auf der bewitterten Oberfläche, also nur auf ca. einem Drittel der gesamten Oberflächenstruktur. Wesentlich mehr als diese 4 Masse% Feuchtigkeit nimmt er aber auch bei Dauerregen nicht in sich auf. Machen Sie ein einfaches Experiment: Bauen Sie an einem schönen Tag einen alten Dachstein aus, wiegen ihn genau und legen ihn in für 12 Stunden in Wasser. Am nächsten Morgen nehmen Sie ihn heraus, tupfen die Oberfläche sichtbar trocken und wiegen nach. Die Gewichtsdifferenz wird unter 4 Masse% liegen. Sogar sehr deutlich darunter, wenn am Vorabend die relative Luftfeuchte ca. 80% und mehr betrug. Auch die beste Dachbeschichtung ändert an den Tatsachen nichts.Ähnlich bei roten Ziegeln, ihr Wasseraufnahmekoeffizient (W = kg/m2h0,5) beträgt zwar stolze ca. 2,8, aber auch sie nehmen Feuchtigkeit von beiden Seiten auf. Ob Wasser in Tröpfchenform (z. B. Regen) oder als Luftfeuchte, das ist ihnen herzlich egal. Schützt eine Dachbeschichtung vor Frostschäden?Die Fähigkeit von Dachsteinen oder Ziegeln Wasser aufzunehmen oder nicht, wird durch eine Dachbeschichtung nur sehr, sehr gering beeinflusst. Frostschäden treten fast nur bei Ziegeln auf und zwar dann, wenn deren Substanzabbau schon so weit fortgeschritten ist dass eine Dachbeschichtung auf Grund zu hoher Wasseraufnahme keinen Sinn mehr macht. Sie würde schon nach dem ersten Winter schadhaft. Unter bestimmten Voraussetzungen können Dachbeschichtungen auf Ziegeln sogar Frostschäden hervorrufen und zwar dann, wenn das Dach nachträglich ausgebaut und mir einem faserigen Dämmstoff fehlerhaft wärmegedämmt wurde. Wenn die Unterspannung fehlt und sich keine ausreichende Hinterlüftung zwischen Ziegel und Dämmstoff befindet, überträgt sich Feuchtigkeit die sich gerade im Winter unterhalb der Beschichtung stauen kann. Frost sprengt dann ganze Stücke heraus.Bei Dachsteinen ist oft zu beobachten, dass die untere rechte Ecke diagonal beschädigt, beziehungsweise abgeplatzt ist. Das hat aber ursächlich mit Frostschäden nichts zu tun. Vielmehr handelt es sich hier um kleine Stauchungen, kleinste Haarrisse, die durch Transport und Verlegen entstanden sind. Erst im Laufe von Jahrzehnten sorgt der Frost dafür, dass diese Ecken abfallen. Eine Dachbeschichtung verhindert das nicht. Kann eine Dachbeschichtung die keramischen Eigenschaften von Ziegeln beeinflussen?Ja, sogar negativ. Bedingt durch seine hohen Wasseraufnahme kann er das Wasser auch schnell wieder abgeben. Eine Dachbeschichtung behindert diesen Vorgang naturgemäß. Je höher die Diffusionsoffenheit des Beschichtungsstoffes, desto geringer ist diese Behinderung aber. All das nützt aber nichts, wenn eine hohe Schichtstärke aufgetragen wird. Je dicker die Schicht, desto höher ist auch der Diffusionswiderstand und es kann zu Ablösungen kommen. Bei roten Ziegeln halten wir ca. 500 gr./qm für eine gerade noch vertretbare Menge. Viel hilft viel, trifft hier nicht zu.Verklebt eine Dachbeschichtung die Dachpfannen?Das wird zwar immer wieder gerne behauptet, stimmt deswegen aber trotzdem nicht. Je nach Untergrund beträgt die Trockenschichtstärke einer Dachbeschichtung zwischen 250 my und 500 my. Im Vergleich zu einem Fassadenanstrich wird die Dachbeschichtung also stärker aufgetragen, muss sie auch, es reicht aber bei weitem nicht aus um Dachpfannen zu verkleben, auch nicht ansatzweise.Dachsteine haben einen hohen pH-Wert, kann man sie überhaupt beschichten?Neue Dachsteine haben einen pH-Wert von fast 13, sie sind also hoch alkalisch. Die Alkalität ist so hoch, dass sie eigentlich sogar zum Ablaugen von Farben ausreichen würde. Trotzdem werden sie von den Herstellern schon werksseitig beschichtet. Die Verfahren und deren Grundlagen sind bekannt. Diese Alkalität baut sich aber schon nach wenigen Monaten durch die Aufnahme von CO2 ab. Zuerst langsam, danach immer schneller und kurze Zeit später ist der pH-Wert dann neutral.Wo liegt der Vorteil einer Dachbeschichtung?Es steht nirgendwo geschrieben, dass ein Dach nicht auch gut aussehen darf. Dies ist die eine Seite der Dachbeschichtung. Grünbelag ist für die Lebensdauer von Dachsteinen und Ziegeln zwar ungefährlich, er sieht aber schlimm aus. Der Hof ist gepflegt, der Vorgarten und auch die Fassade. Meistens steht sogar ein ordentliches Auto vor der Tür und das Dach? Hierfür schämen sich viele Leute. Hinzu kommt, dass überstarker Grünbelag den Wasserablauf so stark verzögern kann, dass Feuchtigkeit unter das Dach gelangen und Schäden an Lattung und Gebälk hervorrufen kann. Natürlich sorgen Dachbeschichtungen dafür, dass der Neubewuchs mit Moos, Flechten und Algen deutlich vermindert wird. Darüber hinaus können sie den Wasserablauf erheblich beschleunigen und tragen dadurch auch zur Vermeidung von Schäden und deren Folgen bei.Sind Dachbeschichtungen umweltverträglich?Davon wird allgemein ausgegangen, wir empfehlen aber Hersteller die schriftlich erklären, dass ihre Produkte nach der Durchtrocknung keinerlei als giftig bekannte Substanzen mehr in die Umwelt abgeben. Mehr kann man vernünftigerweise nicht mehr verlangen. Je nach Interessenlage hat ansonsten natürlich jeder Farbhersteller seine eigene, ganz persönliche Meinung. Natürlich verschlingen der Produktionsprozess und Transport von Ziegeln und Dachsteinen sehr viel Energie, Dachreinigung und Dachbeschichtung verbrauchen aber auch natürliche Ressourcen. Je nach dem welche Bemessungsgrundlage man annimmt, kommt man zu unterschiedlichen Werten. Bezogen auf die Lebensdauer von Dachwerkstoffen von ca. 100 Jahren schneidet die Dachbeschichtung vielleicht nicht so gut ab (der Vorgang müsste mehrfach wiederholt werden), aber im direkten Vergleich der Nutzungsdauer von ca. 30 Jahren steht Dachbeschichtungen unserer Auffassung nach sehr gut dar.Verbessert eine Dachbeschichtung die Dachisolierung?Dachbeschichtung und Ihre Dachisolierung haben nichts miteinander zu tun. Für eine Dachdämmung wird Dämmstoff benötigt, keine Farbe.Ich habe mein Dach vor drei Jahren beschichten lassen, nun zeigen die Ziegelköpfe wieder grüne Ansätze, was ist die Ursache?So absurd es klingt, wenn kein Fachfehler vorliegt, kann es sich hier um die Folgen der Klimaerwärmung und der immer sauberer werdenden Luft handeln. Wenn darüber hinaus die Dachfarbe keine Biozide enthält, kann sich sogar leichter Grünbelag auf der Fläche bilden, der meist von starkem Regen und Hagel schnell wieder entfernt wird. Das immer wärmer werdende Klima sorgt dafür, dass Algen vermehrt wachsen können und wo früher der saure Regen viele Dächer einigermaßen sauber gehalten hat, regnet es heute mehr oder weniger neutrales Wasser,. Beides führt zu deutlich vermehrten Algenwachstum. Auch sind aus Umweltgründen heutzutage viele Biozide verboten und die noch erlaubten sind oft nicht so wirksam. Hier kommen also mehrere Faktoren zusammen. Ein handwerklich einwandfrei beschichtetes Dach ist jedoch so glatt, dass der Grünbelag dauerhaft keine ausreichende Haftgrundlage findet und von sehr kräftigen Regengüssen oder Hagel immer wieder abgewaschen wird. Für viele Algen und Moosarten reicht schon eine relative Luftfeuchte von 80% über ein paar Tage aus, um deren Sporen auskeimen zu lassen.Sind 30 Jahre Garantie für Dachbeschichtungen seriös?Nein. Die übliche Gewährleistung für Dachbeschichtungen beträgt 5 Jahre So lange läuft auch die Materialgewährleistung des Herstellers. Etliche Dachbeschichter bieten auch eine Garantie von 10 Jahren an, man sollte aber genau darauf achten, worauf gewährleistet wird.Dachfarben sind so genannte Halbfertigprodukte. Was damit auf der Baustelle geschieht, liegt nicht mehr in der Verantwortung des Herstellers. Insofern kann er die Eigenschaften seines Produktes nur gewährleisten, wenn es auch wirklich fachgerecht verarbeitet wurde. In vielen Foren steht, dass Dachbeschichtungen unseriös sind.Schauen Sie einmal in das Impressum dieser Foren, dann wissen Sie Bescheid wer diese Seiten betreibt. Anstatt zusammen zu arbeiten liefern sich Dachbeschichter und Dachdecker einen harten Wettbewerb. Unserer persönlichen Meinung nach schießen Hardliner beider Seiten ab und zu über das Ziel hinaus. Man kann sich gegenseitig auch das Leben schwer machen - es geht ganz leicht.Was bedeutet das RAL Gütezeichen für die Qualität einer Dachbeschichtung?Rein vorsorglich sei erst einmal gesagt, wir beschreiben nachstehend unsere persönliche Meinung und Erfahrung als Meisterbetrieb und nicht die Sicht des RAL und schon gar nicht die der "Gütegemeinschaft Reinigung und Beschichtung von Dachpfannen und Dacheindeckungen e.V" oder irgndeines ihrer Mitglieder, bzw. Mitgliedsbetriebe. Wir bemühen uns um Aktualität, aber können nicht ausschließen, dass uns Veränderungen verspätet mitgeteilt werden. Tagesaktuelle Informationen erhalten Sie beim RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e. V. unter: www.ral-ggmbh.deAntwort: Das kommt immer auf den einzelnen Mitgliedsbetrieb an. Wenn er sich exakt an die Vorgaben der Güte- und Prüfbestimmungen hält, betreibt er sein Handwerk seriös und sie haben als Verbraucher eine zumindest relative Sicherheit. Die Mitglieder der Gütegemeinschaft Reinigung und Beschichtung von Dachpfannen und Dacheindeckungen e. V. (Gueda e. V.) sollten zwar von neutralen Sachverständigen fremdüberwacht werden, in der Vergangenheit bestand diese Framdüberwachung aber lediglich aus einer stichprobenartigen visuellen Prüfung nach der Fertigstellung. Das reicht in unseren Augen nicht aus, zumal andere Gütegemeinschaften, und so will es eigentlich auch der RAL, die Baustellen direkt während der Arbeiten und ohne Voranmeldung prüfen. Unser momentaner Kenntnisstand zur Fremdüberwachung der Mitglieder dieses Vereins besagt, dass dort ein passives Mitglied, ein ehemaliger Dachbeschichter "fremdüberwacht". Ob das so richtig ist... Muss ein nach RAL-GZ 536 zertifizierter Betrieb alle Dachbeschichtungen nach RAL ausführen?Nein, Dachbeschichtungen nach RAL-GZ 536 sind, bedingt durch die Kosten der Eigen- und der Fremdüberwachung etwas aufwändiger und kosten daher meist ein wenig mehr. Wenn es also ein Kampfpreis gemacht werden muss, kann der Betrieb seine Arbeiten auch einfacher ausführen, ohne geprüfte Beschichtungsstoffe, ohne Eigen- und Fremdüberwachung. In Deutschland herrscht Gewerbefreiheit. Wichtig ist, wann immer ein Fachverarbeiter mit dem Gütezeichen Dachbeschichtungen wirbt, muss er ihnen auch immer eine gütegesicherte Leistung anbieten! Zusätzlich darf er Ihnen aber auch Leistungen anbieten, die nicht gütegesichert sind, muss diese aber zweifelsfrei kennzeichnen. Also immer, wenn Dachbeschichtungen vertragsgemäß nicht gemäß den Güte- und Prüfbestimmungen ausgeführt werden sollen, muss ihnen das der Mitgliedsetrieb in geeigneter Form (schriftlich) mitteilen. Auch auf der Rechnung darf das Gütezeichen dann nicht abgebildet sein, bzw. es muss ausdrücklich erwähnt sein, dass es sich nicht um gütegesicherte Leistungen im Sinne des Gütezeichens Dachbeschichtungen handelt. Sein Sie also vorsichtig, wenn Ihnen jemand eine gütegesicherte Leistung nach RAL-GZ 536 anbietet und im Gespräch sagt, er hätte da noch etwas "anderes".Gibt es auch bessere Dachbeschichtungen als nach RAL-GZ 536?Es gibt auf jeden Fall jede Menge andere. Den Begriff besser oder schlechter wollen wir hier nicht unbedingt verwenden.Zum jetzigen Zeitpunkt hat die Gütegemeinschaft weniger als dreißig aktive Fachverarbeiter. Tatsächlich gibt es in Deutschland aber wohl mehr als 1200 Dachbeschtungsbetriebe und einige davon seit Jahrzehnten. Die Gütegemeinschaft ist also ein sehr kleiner Verein. Zwar mit hohen Zielen, aber ohne echte Marktbedeutung. Aus diesem Grunde haben auch nur wenige Hersteller Interesse die hohen Prüfkosten zu investieren. Es besteht natürlich keine rechtliche Verpflichtung hierfür. Zudem gibt es verschiede Prüfverfahren welche in der Summe einen Vergleich sehr schwer machen. Wir selbst sehen die Dachbeschichtung als eine Kombination aus einem sehr guten Endbeschichtungsstoff mit von unabhängigen Prüfinstituten überprüften Eigenschaften und einer klar definierten handwerklichen Leistung.Sind alle nach RAL-GZ 536 zertifizierten Dachbeschichter gleich gut?Erkundigen Sie sich bei der Gueda wie lange der Kollege dort Mitglied ist und wie viele gütegesicherte Dachbeschichtungen er dort im Jahresdurchschnitt meldet. Die Zahlen einzelner Mitglieder gehen weit auseinander. Auch wenn zum Beispiel ein Mitglied der Gütegemeinschaft neu beigetreten ist, hat es viel nachzuholen und das gelingt nicht allen. Wie in allen anderen Vereinen auch, beruht eine Mitgliedschaft auf freiwilliger Basis und nicht jeder Kollege kann oder will mit der Entwicklung Schritt halten. So kommt es auch zu einer gewissen Fluktuation.Was muss ich bei einer Dachbeschichtung mit RAL Gütezeichen beachten?Das Angebot hat schriftlich zu erfolgen, dort muss auch der gesamte Leistungsumfang exakt beschrieben, sowie der Endbeschichtungsstoff genannt sein. Ihren Auftrag sollten Sie schriftlich erteilen, und auf einer schriftlichen Auftragsbestätigung bestehen. Vor Arbeitsbeginn muss eine gründliche Dachüberprüfung stattfinden und festgestellte Mängel auch fachgerecht beseitigt und beschädigte Dachwerkstoffe ausgetauscht werden. Die Sicherheitseinrichtungen müssen stimmen. Gerüst bei einer Traufenhöhe ab 3 Metern und unter bestimmten Bedingungen auch Anseilschutz. Der Maschinenbereich ist abgeplant und Kraftstoffe außerhalb gelagert. Im Maschinenbereich wird nicht geraucht. Diese Liste könnte jetzt noch ziemlich lang fortgeführt werden, wer aber bis hierhin auf Punkt und Komma alles einhält wird sich auch bei der Dachreinigung und Dachbeschichtung kaum Fehler leisten. Achten Sie daruf, dass anschließend auf der Rechnung steht, die Arbeiten wurden nach RAL-GZ 536 ausgeführt. Des Weiteren steht Ihnen eine Durchschrift der Eigenüberwachung des Betriebes zu.Versiegelt eine Dachbeschichtung mein Dach so, dass es nicht mehr atmen kann?Das Dach "atmet" nicht, jedenfalls nicht im Sinne der Definition wie sie für Fassaden gilt. Allerdings können Dachwerkstoffe in ganz geringem Maß Feuchtigkeit in sich aufnehmen, meist Luftfeuchte und die will auch wieder hinaus und wenn die Sonne scheint besonders schnell. Hat ein Dachstein einen natürlichen Feuchtegehalt von 4 Masse%, so kann sich dieser bei intensiver Sonneneinstrahlung nahezu halbieren und das in kurzer Zeit. Die Feuchtigkeit wird in Dampfform nahezu gleichmäßig nach allen Seiten abgegeben.Nach der Dachbeschichtung "tropft" mein Dach an verschiedenen Stellen leicht nach innen. Ich habe schon einen Sachverständigen da gehabt, aber auch er findet keine undichten Stellen.Ein sehr seltener Effekt, der überwiegend bei Betondachsteinen auftaucht, wenn sich zuviel Kondensat an der Unterseite bilden kann. Hier muss man genauer hinschauen und in fast allen Fällen stellen sich konstruktive Mängel im Dachbau oder im Baukörper an sich als Ursache heraus. Das Problem besteht oft schon seit Jahren nur hat noch niemand genau hingeschaut. Nach einer Dachbeschichtung ist es aber normal, dass man anfänglich vermehrt auf den Speicher geht um zu kontrollieren ob das Dach nicht in Mitleidenschaft gezogen wurde und dann wird es erst auffällig. Bei einem roten Ziegel würde dieser Effekt so nicht, oder zumindest nicht so stark auftreten, da er eine wesentlich höhere Sorptionsfähigkeit besitzt, welche aber in Verbindung mit einer Beschichtung zu Frostschäden oder Ablösungen der Dachbeschichtung führen kann.Stimmt es, dass man Ziegel nicht beschichten kann?Zum Teil schon. Anders als ein Dachstein erreicht ein Ziegel seine höchste Festigkeit schon direkt nach seiner Produktion. Ab dann fängt er an abzubauen. Dieser Abbauprozess dauert je nach Brennverfahren, Oberflächenvergütung (z. B. Engobe oder Glasur) sowie Zusammensetzung und Qualität des Ausgangsmaterials unterschiedlich lange. Circa 35 Jahre Lebensdauer sollte ein Ziegel mindestens erreichen, bis über 200 Jahre und mehr sind bei hervorragender Qualität und guten Standortbedingungen möglich. Vor dem Ablauf von 12 bis 15 Jahren sollte eine Bedachung mit Ziegeln aber nicht beschichtet werden, der Schwefelanteil im Werkstoff kann noch zu hoch sein, was eine Ablösung der Beschichtung zur Folge hätte. Gegen Ende seiner Lebensdauer kann sich der Abbauprozess eines Ziegels rasant beschleunigen und seine Fähigkeit Wasser aufzunehmen stark erhöhen. Erkennbar daran, dass auf der Oberfläche oder auch rückseitig Ausmehlungen auftreten können. Auch Abplatzungen durch Frost sind häufig zu sehen. Auch hier kann das Dach nicht mehr durch eine Beschichtung saniert werden, eine Neueindeckung ist erforderlich. Typisch für Ziegel ist auch, dass einige Typen zwar schnell Grünbelag in Form von Algen annehmen können, dicke Moospolster auf ihnen aber nur unter ganz bestimmten Bedingungen und meist als Zeichen erhöhter Wasseraufnahme, also eines schon fortgeschrittenen Materialabbauprozesses wachsen. Insofern erwächst aus unserer Sicht aus der Beschichtung eines Ziegeldaches nur selten ein funktionaler Nutzen, gleichwohl aber ein optischer.Verliere ich durch eine Dachbeschichtung meine Garantie?Es kommt darauf an, wie alt Ihr Dach ist. Die Hersteller garantieren bis zu 30 Jahren und wenn in dieser Zeit die Oberfläche des Materials zum Beispiel durch eine Dachreinigung mit Hochdruck oder eine Beschichtung des Daches verändert wird, geht die Herstellergarantie natürlich verloren. Sogar dann, wenn die Eigenschaften positiv verändert werden, nach Deutschem Recht ist das erlaubt. Lassen Sie sich aber nicht ins Bockskorn verschiedener Interessengruppen jagen, die überwiegende Mehrzahl der Dächer steht erst zum beschichten an, wenn die Herstellergarantie doch längst abgelaufen ist oder nur wenige Jahre vor dem Ablaufen steht und da greift die Gewährleistung des Fachbetriebes.Was darf eine Dachbeschichtung kosten?Dachbeschichtung und Preise sind ein schwieriges Thema, es kommt immer auf die Leistung an die erbracht wird. Eine Leistung mit einem sehr hochwertigen Beschichtungsstoff, Maschinen mindestens aus der oberen Mittelklasse, der berufsgenossenschaftlich vorgeschriebenen Sicherheitstechnik und -einrichtungen sowie den Kosten für ausgebildetes Fachpersonal (Dachdecker- und Malergesellen) kann schon das doppelte dessen kosten, was sich am Markt so alles mit Dumpingpreisen präsentiert. Auch zu berücksichtigen ist, ob ein Betrieb Außendienstmitarbeiter beschäftigt oder nicht. Drüber hinaus spielen natürlich Beiträge zu Berufsverbänden wie der Gütegemeinschaft eine Rolle. Alles will und muss bezahlt sein. Auch besondere Effektbeschichtungen, wie sie zum Beispiel McRoof bietet haben natürlich ihren Preis. Ähnlich ist es auch bei Autos. Kleinstwagen unbedeutender Hersteller aus Asien oder Osteuropa sind billig und internationale Luxusmarken extrem teuer. Die Mehrheit der Verbraucher will meist aber weder das eine, noch das andere. Und so bewegt sich die Masse des Marktes irgendwo im gesunden Mittelfeld, wo er ein gesundes Verhältnis zwischen Preis, Leistung und persönlichem Nutzen bekommt.4. Allgemeine und technische Fragen zur Dachsanierung.Eine Dachbeschichtung kann ein geeignetes Mittel zur Dachsanierung, beziehungsweise Dachrenovierung sein, sie muss es aber nicht in allen Fällen sein. In Folgenden finden Sie sowohl allgemeine, als auch technische Fragen, die uns besonders häufig gestellt werden.Mein Dach ist mit Schiefer gedeckt und nicht mehr in Ordnung. Welche Beschichtung können Sie zur Dachsanierung empfehlen?Keine! Schiefer enthält Öle und die verhindern eine dauerhafte Anhaftung der Dachfarbe absolut zuverlässig. So leid es uns tut, wenn ihr Dachdecker zu dem Entschluss kommt, dass eine Reparatur und Instandsetzung nicht erfolgreich erscheint, bleibt zur Sanierung Ihres Daches eigentlich nur die Möglichkeit einer Neueindeckung.Ich habe ein Bitumenschindeldach und muss es sanieren lassen. Was raten Sie mir?Eine Neueindeckung, Dachbeschichtungen aus Acrylaten sind zur Sanierung bituminöser Dächer meist nicht geeignet. Bitumen enthält Teeröle, diese haben die Funktion von Lösemitteln und sind flüchtig. Die Teeröle sind relativ komplexe (langkettige) Verbindungen und können Acrylate nur schwer oder gar nicht durchdringen. Dies kann zur Bildung von Blasen führen.Mein Dach wurde vor mehr als 30 Jahren mit Wellplatten gedeckt, stellt eine Beschichtung eine geeignete Dachsanierung dar?Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit handelt es sich in Ihrem Fall um asbesthaltiges Material und wir stufen die nachträgliche Dachreinigung und -beschichtung von asbesthaltigen Dachwerkstoffen als äußerst kritisch ein.Zum einen gibt es in Deutschland die so genannte TRGS 519, die verbindlich den Umgang mit asbesthaltigen Substanzen regelt. In ihr ist u. a. ein Reinigungsverbot für werksseitig unbeschichtete asbesthaltige Werkstoffe verbindlich geregelt. Werksseitig beschichtete asbesthaltige Dach- oder Fassadenplatten können drucklos (Wasser aus dem Gartenschlauch ohne Düse in Verbindung mit z. B. einem weichen Schwamm) "abgewaschen" werden. Hierzu ist aber eine Sondergenehmigung beim Amt für Arbeitsschutz (Gewerbeaufsicht) erforderlich. In der Praxis wird aber kaum mehr eine Genehmigung zur Dachsanierung in Form einer nachträglichen Dachreinigung und Dachbeschichtung erteilt. Beträgt der Abwitterungsgrad der werksseitigen Beschichtung ca. 30% und mehr ist besagte Sondergenehmigung fast immer ausgeschlossen. Letztlich versteht es sich auch von selbst, dass mit dem erlaubten Reinigungsverfahren eine Vielzahl organischer Reste auf dem Dach verbleibt, jegliches abkratzen oder andere Verfahren die die Oberfläche beschädigen und zur Freisetzung von Asbestfasern führen könnte ist strikt untersagt. Zum anderen stößt die Beschichtung eines so gereinigten Daches auf technische Grenzen. Auf Grund der verbleibenden organischen Reste ist nicht nur die Verwendung von zusätzlichen Bioziden in erheblichen Mengen erforderlich, die so beschichtete Oberfläche weist zudem erhebliche optische Mängel auf. Die verbliebenen nicht abwaschbaren Reste bestimmter Flechten sorgen für einen unangenehmen Oberflächeneindruck. Nicht zuletzt ist die Haftvermittlung als sehr aufwändig zu betrachten. Nach der Reinigung einer solchen Oberfläche stehen auf kleinster Fläche tausender feiner Asbestfasern hoch. Man sieht sie nicht, aber sie sorgen für einen dichten "Pelz". Sowohl bei der Grundierung als auch der Beschichtung mit einem Airlessgerät ist die Tröpfchengröße des Beschichtungsstoffes aber höher als der Abstand zwischen den einzelnen Asbesthäärchen und so kann es an vielen Stellen zu mikroskopisch kleinen Lufteinschlüssen kommen. Die normale Dampfdiffusion durch den Untergrund reicht aus um viele dieser Lufteinschlüsse binnen 2 Jahren auf fast Tennisballgröße anwachsen zu lassen. Also müssen nicht nur die Reinigung, sondern auch Grundierung und Beschichtung manuell (z. B. mit einer speziell geformten Rolle) erfolgen, was einen erheblichen Zeiteinsatz erforderlich macht. Als Berechnungsgrundlage für Reinigung, Grundierung und Beschichtung kann hier ohne Weiteres eine Stunde je qm Dachfläche angesetzt werden. Beil Lohnkosten ab ca. € 40,--/Std., zuzüglich der Zuschläge für das Tragen von spezieller Schutzkleidung und FFP-2 Atemmaske sind aus unserer Sicht Arbeiten an asbesthaltigen Dachwerkstoffen als unwirtschaftlich anzusehen, zumal die verbleibenden optischen Mängel berücksichtigt werden müssen. Angesichts dieser Kosten empfehlen ich immer auch die Möglichkeit einer Neueindeckung zu prüfen. Diese stellt sich vielfach als die günstigere und vor allen Dingen auch nachhaltigere Version einer Dachsanierung heraus. Ebenfalls ein verbreiteter Irrtum ist die Gültigkeit o. a. TRGS 519. Diese Vorschrift ist nicht nur für Fachbetriebe verbindlich, sondern für Jedermann - also auch für den Auftraggeber. Schon vor Jahren ist die Deutsche Rechtsprechung dazu übergegangen, bei festgestellten Verstößen, auch Privatleute mit empfindlichen Strafen zu belegen. In der Tat haben wir schon etliche Objekte mit asbesthaltigen Dachwerkstoffen beschichtet. Dies geschieht aber immer seltener, da der Abwitterungsgrad der werksseitig beschichteten Oberflächen natürlich von Jahr zu Jahr steigt und, wie schon erwähnt, die Dachbeschichtung hier im Kosten- / Nutzenvergleich meist schlecht abschneidet. Eine Tatsache, die sich bei Dachbeschichtern (auch Herstellern von Beschichtungsstoffen) aber leider nicht herum zu sprechen scheint. Vielleicht lockt manchen auch nur das kurzfristige Geschäft. Welche Ausbildung braucht ein Dachbeschichter?Unserer Meinung nach sollte er entweder Malermeister oder Dachdeckermeister sein und deutlich mehr als nur Grundkenntnisse des jeweiligen anderen Handwerks besitzen. In der Praxis ist es aber so, dass Dachbeschichtungen überwiegend vom Holz- und Bautenschutzgewerbe ausgeführt werden. Als Beispiel: Egal was Sie gelernt oder auch nicht gelernt haben, Sie gehen morgen früh auf Ihr Ordnungsamt, bringen 20 Euro mit und melden Holz- und Bautenschutzgewerbe an. So einfach ist das. Glauben Sie nicht? Probieren Sie es ruhig aus. Der Spass ist in manchen Gemeinden sogar noch billiger. Schon sind Sie "Spezialist" für Dachfarben, für Beschichtungen und dürfen fröhlich allerlei Zeugs verzapfen, nicht nur Dachbeschichtungen. Holz- und Bautenschutz ist kein Handwerk, sondern ein so genanntes handwerksähnliches Gewerbe (geregelt in Anlage B HWO). Neben diesen "Holz- und Bautenvernichtern" gibt es aber auch eine zweite Gruppe hoch seriöser Betriebe, erkannbar an ihrer Mitgliedschaft im Deutschen Holz- und Bautenschutzverband e. V., Köln. Diese Betriebe sind aber meist so gut mit den Kernaufgaben des Hilz- und Bautenschutzes ausgelastet, dass sie zum Beschichten von Dächern gar keine Zeit und auch keine Lust haben. Immer wieder bringt es die erstgenannte Gruppe fertig, sich bei Ihren Kunden oder Interessenten als Maler oder Dachdecker vorzustellen. Mal ehrlich, wer Dachdecker gelernt hat, führt eine Dachdeckerei und ein Maler einen Malerbetrieb.Ist für Ihre Dacharbeiten immer ein Gerüst erforderlich?Das kommt ganz auf die Höhe der Traufe und einige andere Faktoren an. In der Regel muss ab einer Traufenhöhe von drei Metern nach den Vorschriften der BAU BG ein Gerüst gestellt werden.Mein Haus steht direkt an der Strasse, was muss ich bei der Sanierung meines Daches beachten?Das ist im Einzelfall zu beurteilen. Wenn hier der Straßen. oder Fußgängerverkehr beeinträchtigt werden kann, muss unter Umständen eine Genehmigung für das Gerüst eingeholt, der Gehweg gesperrt oder ein Fußgängertunnel erstellt werden. Auch andere Sicherheitsmaßnahmen, wie zum Beispiel das Aufstellen von Warnschildern oder ähnliches können erforderlich werden.Meine Dachpfannen sind über 40 Jahre alt und besandet, welche Dachsanierung empfehlen Sie mir?Das ist nicht so leicht zu beurteilen. Zuerst sollte das Dach auf konstruktive und altersbedingte Mängel hin untersucht werden. Sind zum Beispiel Sparren oder Tragelattung sichtbar verzogen oder tatsächlich auch Mängel im Dachbau vorhanden empfehlen wir eine Neueindeckung. Anschließend ist auch festzustellen ob die Dachisolierung ausreichend ist und wie sie gegebenenfalls verbessert werden kann. Kann eine neue Dachisolierung auch problemlos von innen, etwa durch eine Dämmung der Zwischendecke erfolgen, spricht nicht mehr viel gegen eine Dachbeschichtung. Bei besandeten Dachsteinen ist allerdings zu beachten, dass trotz gründlicher Reinigung noch Reste der Besandung auf der Oberfläche verbleiben kann, welche auch fest anhaftet. Eine Dachbeschichtung folgt dem Verlauf der Oberfläche und füllt die Zwischenräume nicht auf. Im fertig beschichteten Dach können also je nach Stand der Sonne unterschiedliche Lichtreflexionen auftreten. Hierbei handelt es sich nicht um einen Mangel, sondern um eine verfahrensbedingte Erscheinung. Ist dies nicht erwünscht, raten wir zu einer Dachsanierung durch Neueindeckung.Wird durch das Reinigen oder beschichten des Daches meine Fassade verschmutzt?Das verschmutzen der Fassade wird durch die Dachüberstände verhindert. Dort wo sie nicht ausreichend sind, kann es sich als notwendig erweisen. mit Planen abzuhängen oder andere Maßnahmen zu ergreifen.Teile meines Daches fangen schon bei plus drei Grad an einzufrieren, kann ich das Dach trotzdem beschichten lassen?Aus unserer Sicht müssen wir abraten, aller Wahrscheinlichkeit nach liegt ein konstruktiver Mangel im Dachbau vor, eine Dachbeschichtung könnte hier nicht nur schnell kaputt sein, auch die Restsubstanz könnte zusätzlich in Mitleidenschaft gezogen werden. Die beste Art der Dachsanierung wird bei Ihnen die Neueindeckung sein.Dachsanierung und Dachbeschichtung verträgt sich nicht, sagt unser Dachdecker.Kein Wunder, den Umgang mit Farben und Beschichtungsstoffen lernt ein Dachdecker während seiner Ausbildung auch nicht.Dachsanierung, ist eine Dachbeschichtung so gut wie eine Neueindeckung?Eigentlich haben beide Verfahren keine Gemeinsamkeiten und in unseren Augen ist ein direkter Vergleich deshalb nicht zulässig. Eine Dachbeschichtung ist in erster Linie eine optische Verschönerung, in zweiter Linie schützt sie die Oberfläche, verzögert die Neubildung von Grünbelag deutlich und kann darüber hinaus den Wasserablauf bei Regen beschleunigen. Gut gemacht, kann das Dach aussehen, als sei es neu gedeckt, aber das ist es nicht und deshalb ist eine Dachbeschichtung viel preiswerter. Mit einer Dachsanierung in Form einer neuen Dacheindeckung ist heutzutage auch immer ein anderer Dachbau verbunden als zum Beispiel noch vor 30 Jahren. Die Wärmedämmung wird verbessert, neue Anschlüsse und Verwahrungen und vielen mehr. Die Dachbeschichtung ist also dann eine gute und preiswerte Wahl, wenn das Dach als solches in Ordnung ist.Schützt Ihre Dachsanierung vor sauerem Regen?Ja, unserem Wissen nach nehmen alle Hersteller für sich in Anspruch, dass ihre Dachfarbe auch vor saurem Regen schützt. Nur, es stellt heutzutage nicht mehr eine unbedingte Notwendigkeit dar, dies bei einer Dachsanierung über Gebühr zu berücksichtigen. In unseren Breiten ist die Luftverschmutzung erheblich zurückgegangen und damit auch der pH Wert des Regenwassers gestiegen.Mein Dach wirkt zum Teil eingesunken, mir wurde eine Dachsanierung angeraten. Kann ich es auch beschichten lassen?Schwer zu sagen, zuerst müsste die Ursache dieser Erscheinungen festgestellt werden. Trotzdem raten wir Ihnen zu einer Neueindeckung des Daches, da solche Mängel mit einer Dachbeschichtung nicht behebbar sind. Im Gegenteil, hinterher fallen sie oft noch stärker auf.Meine Gemeinde sagt, meine Neueindeckung hat den falschen Farbton. Ich möchte es nun beschichten lassen, geht das?Bitte wenden Sie sich an den Hersteller ihrer Dachpfannen. Für dieses Problem haben viele Hersteller fertige Lösungen. Beauftragen Sie keinesfalls voreilig eine Dachbeschichtung aus dem freien Markt, da Sie sonst ihre Garantie verlieren könnern. Wenn der Hersteller sein Einverständnis gibt sieht es anders aus.. © Malerbetrieb Ralf Tönnies 2008 Alle Rechte vorbehalten Stand: Juli 2008 Hier gehts zur Hauptseite Dachbeschichtung RT Dachrreinigung, Dachbeschichtung und Dachsanierung in Rheinland-Pfalz, Saarland, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Bayern und Baden-Württemberg.. |















