Maler, die
Geschichte
des Malerhandwerks
Jedes Berufsbild verfügt über seine ganz
eigene
Geschichte. Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und lesen
erfahren Sie interessantes über die Geschichte des Malerhandwerks
und wie der Maler zu seinem Namen kam.
Der Ursprung des Wortes
Maler.
Das
Wort
Maler findet seinen Ursprung im Lateinischen Wort „makula“,
was
gleichbedeutend ist mit Fleck, bzw. Makel.
In abgewandelter Form findet sich der lateinische Ursprung wieder
im gotischen „mela“ (mela = Schrift) und im
mittelhochdeutschen
„mal“ (mal = Fleck) Letzteren hat über die
Jahrhunderte auch
Eingang ins Hochdeutsche gefunden, z. B. in der Form von
„Brandmal“
oder „Wundmal".
Im ursprünglichen Sinne der Bedeutung kann man Maler wohl am
ehesten mit „Fleckenmacher“ oder Schriftmacher“
bzw.
„Schreiber“ übersetzen.
Das
Malerhandwerk ist tief verwurzelt in den Kulturen.
Die Malerei hat eine Tradition die
weit über
unsere heutige Geschichtsschreibung hinaus geht, sie entspricht
einem im Menschen verankerten Grundbedürfnis sich
auszudrücken,
Erlebnisse festzuhalten, sie zu verarbeiten, etwas auszudrücken
und
auch der Nachwelt zu erhalten. Sie ist vielleicht so alt wie die
Menschheit selbst. Die hier ältesten erhaltenen Zeugnisse sind
wohl
die Höhlenmalereien von denen etliche auch heute noch in einem
erstaunlich guten Zustand erhalten sind.
Schon aus der ägyptischen, der griechischen und andern frühen
Kulturen ist bekannt, dass Malereien einen zentralen Platz im Leben
der Menschen einnahmen. Wände und Decken wurden farbig gestaltet,
Porträts gemalt, zum Teil Schriftrollen geführt und vieles
mehr.
Es kann davon ausgegangen werden, dass in den frühen nord- und
westeuropäischen Kulturkreisen die Malerei weit verbreitet war,
auf
Grund der völlig anderen Bau- und Lebensweise sind die Zeugnisse
hierfür jedoch vergangen.
Die Schilderer.
Als der römische
Staat sich
über die Alpen nach Westeuropa ausbreitete, brachte er in der
Folge
natürlich auch seine Kultur mit, seine Lebensweise, seine
Bauweise,
seine Sprache und natürlich auch seine Handwerke. Ab hier kann die
Entwicklung der Schilderer, Schreiber und Maler, also der
Fleckenmacher, einigermaßen chronologisch verfolgt werden. Bei
den
unterworfenen germanischen Volksstämmen erfreuten sich die
„Schilderer“ schnell besonderer Beliebtheit. Jeder
Volksstamm
verfügte über besonders prunkvolle Schilde, welche mit
eigenen
Motiven aufwendig bemalt wurden. Man darf davon ausgehen, dass
diese Schilde nicht unbedingt Kriegszwecken dienten, dafür waren
sie zu wertvoll, sondern eher religiösen und rituellen
Anlässen
vorbehalten waren. Verschiedene römische Dokumente lassen den
Schluss zu, dass sich die Germanen auch sonst prächtig auf den
Umgang mit Farben verstanden und sogar ihre Häuser farbig
schmückten. Im Zuge der Christianisierung ging die kulturelle
Integrität der germanischen Stämme aber verloren und mit
Ihnen auch
ihre Farben und Motiven der
Vergangenheit sind Mineralwolldämmstoffe zwar aus gesundheitlichen
Gründen in die Kritik geraten, jedoch sind diese Sorgen heutzutage
unbegründet. Regelmäßige umfangreiche Tests sollen
sicherstellen,
dass von einer Dachisolierung mit Mineralwolle keine
Gesundheitsgefahren mehr ausgehen. Kaum ein Hersteller, der das
nicht über seine Mitgliedschaft in der RAL-Gütegemeinschaft
dokumentiert.
Der Maler im Mittelalter.
Machen wir einen
Zeitsprung
ins Mittelalter, es entstanden die Zünfte. Neben dem Maler oder
(Makeler, Mahler) hatte sich auch der Schilderer erhalten und
zusätzlich entstand der Beruf des Tünchers (Kalcher), in
einigen
Regionen auch Weißbinder genannt.
Folgende, zum Teil nur regional verwendete, Bezeichnungen waren im
Mittelalter gebräuchlich:
Ätzmaler, Anstreicher, Behangmaler, Binder(Bender), Fassmaler
(Fäßler),
Flachmaler, Handmaler (Staffler,
Kunstmaler),
Hausschreiber, Ipser, Pliesterer, Schilderer, Stacker,
Staffiermaler, Stubenmaler, Tüncher, Weißbinder (Weißmaler, Weißer,
Ausweißer)
Wismutmaler (Wißler).
Auch die Lehrzeit war,
je
nach Berufsbild, unterschiedlich. So betrug sie im Mittelalter in
Köln 4 Jahre und in Leipzig zum Beispiel bis zu 7 Jahre.
So
haben die Wismutmaler Gegenstände mit
Kreide und Ton grundiert, mit einem Polierstahl geglättet und
anschließend mit Lasurfarben bemalt.
Der Behang- und
Stubenmaler (auch Hausmaler genannt) durfte nur mit Leimfarbe
arbeiten, keine Ölfarbe benutzen und auch keine Portraits oder
Tafelbilder malen.
Der
Anstreicher war in erster Linie
zuständig für die
farbige Gestaltung von Möbeln und anderen Gegenständen aus
Holz.
Tüncher,
Ausweißer und
Weißmaler waren
vornehmlich für den einfachen Außenanstrich der Häuser
verantwortlich. Der Begriff Tüncher leitet sich übrigens von
„Tünche“ ab, einem damals üblichen Begriff
für Kalkfarben und
–putze. Dieser Berufszweig entwickelte sich übrigens nicht
aus den
frühen Malern und Schilderern, sondern aus den
Maurern.
Die Schilderer
genossen im Mittelalter besonders hohes Ansehen. Waren
sie
doch nicht nur zuständig für Beschriftungen und die
Gestaltung von
Schilde(r)n, Mancherorts oblag ihnen neben den Schmieden auch das
Anfertigen von Rüstungsteilen, vielfach mit aufwendigen
Lederverzierungen. Genauso fertigten sie lederne Buchdeckel,
Schwertscheiden und sorgten für die heraldische Dekorierung des
Reitzeuges.
Im 15ten Jahrhundert
entstand auch das erste
überlieferte Malerwappen, drei kleine silberne Schilder auf einem
großen roten Schild. In den niederländischen Regionen war
das große
Schild blau.
Mit dem Ausgang des Mittelalters
und
zum Beginn der Neuzeit wurde der Beruf des Malers immer
vielseitiger. Nicht mehr nur Kirchen, Barone, Fürsten, reiche
Städte und Kaufleute waren die Auftraggeber der Maler, mit dem
gerade entstehenden Bürgertum kamen immer mehr Kundenschichten
hinzu und die einzelnen Berufszweige übernahmen immer mehr
angrenzende Aufgaben. Denn damals wie heute galt der
Kundenwunsch
„Möglichst viel aus
einer Hand".
Auflösung der
Zünfte.
Dem Beispiel Frankreichs
folgend, schaffte der preußische Staat offiziell erst im Jahre
1811
den gesetzlichen Zunftzwang ab und garantierte den Handwerkern
damit Gewerbefreiheit. Die Zünfte als solche wurden zwar nicht
abgeschafft, jeder Handwerker war aber befugt aus der Zunft
auszutreten und trotzdem sein Gewerbe weiter zu führen.
Zunftmitglieder genossen ab sofort keine besonderen Rechte und
Privilegien mehr. Das war zwar nicht die offizielle Abschaffung der
Zünfte, aber trotzdem deren Untergang. In der direkten Folge
machten sich in nahezu allen Handwerken erhebliche Mängel in der
Ausbildung bemerkbar, nicht nur in den Malerbereichen.
Die Innungen.
Erst im Jahre 1871, das
Neue
Deutsche Reich war geschaffen und mit Ihm auch eine neue
Handwerksordnung, entstanden die Nachfolgeorganisationen der
Zünfte, die Innungen. Fortan auch
zuständig für
die Regelung der Ausbildung(en). Die Struktur der Innungen war und
ist regional und erst 36 Jahre später, im Jahr 1907, wurde mit der
Gründung des Deutschen Malerbundes (der heutige Hauptverband des
Maler‑ und Lackiererhandwerks „Hauptverband Farbe, Gestaltung,
Bautenschutz") eine effiziente überregionale Vereinigung des
Malerhandwerks gegründet.
Besonders im zweiten Weltkrieg mussten handwerkliche Innungen und
Verbände herbe Rückschläge hinnehmen, wurden aber nach
Kriegsende
schnell und konsequent wieder aufgebaut.
Der Maler in der Neuzeit.
Mit dem Jahr 1965, als
die
Handwerksordnung novelliert wurde, trat die heute noch übliche
Berufsbezeichnung „Maler und Lackierer“ in Kraft. In
jüngster Zeit
wurden aber die Berufsbilder Maler und Fahrzeuglackierer
voneinander getrennt, zu unterschiedlich sind mittlerweile die
Anforderungen beider Bereiche.
Mit der
Industrialisierung
erlebte das Malerhandwerk eine wahre Revolution. Machte der Maler
früher seine Farben grundsätzlich selbst
und hatte bis zur Abschaffung der Zünfte auch ein
Handelsmonopol darauf, sorgte die chemische Industrie für neue
Bindemittel.
Traditionelle Farben
wurden
nach überlieferten Rezepten aus Kalk, Kasein, Leinöl,
Färberwaid,
Ochsenblut und anderen natürlichen Rohstoffen gefertigt, waren
teils nur mühselig herzustellen und vielfach auch nicht zur
längeren Aufbewahrung geeignet. Die chemische Industrie kam nun
mit
Lacken und Farben, deren Bindemittel aus Kunstharzen bestand,
allerdings auch mit Lösemitteln und anderen unangenehmen
Begleiterscheinungen. Erstmalig war es aber möglich von Flensburg
bis zum Bodensee Farben mit genau definierten Eigenschaften zu
verarbeiten. Eine Revolution für alle Beteiligten. Der Markt wuchs
rasant und die chemische Industrie entwickelt bis heute immer mehr
neue Bindemittel für die unterschiedlichsten
Anwendungen.
Das Auftragen einer Farbe
oder einer Grundierung bildet eine neue (Schutz-) Schicht auf der
ehemaligen Oberfläche, so entstand auch der Begriff Beschichtung
und setzte sich allmählich durch.
RT Malerbetrieb.
Malerarbeiten,
Fassadenanstrich, Dachreinigung, Dachbeschichtung und Dachsanierung
in Rheinland-Pfalz, Saarland, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Bayern
und Baden-Württemberg..
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